Jobwechsel mit 50 - Eine neue Ausrichtung

Jobwechsel mit 50 - Eine neue Ausrichtung

Erstellt am 28.01.2022 von Andreas Kabisch

Eine schwierige Situation: Du musst dir in späten Jahren einen neuen Job suchen. Diese Situation scheint für manche hoffnungslos zu sein. Doch diese Annahme ist falsch, es ist durchaus möglich, ab 50 einen neuen Job zu finden. 

 

Jobwechsel mit 50 - zu riskant?

Können sich ältere Menschen einen Jobwechsel momentan überhaupt leisten? Die Antwort ist JA.
Es ist aber Mut gefragt. Man sollte aber nicht übereifrig sein und direkt die Kündigung einreichen. Du solltest dir klar sein, was du möchtest. Auch erst nebenberuflich in der gewünschten Branche zu arbeiten kann eine Möglichkeit sein, um das Richtige für dich zu finden. Oft ist es eine mentale Barriere, die dich davon abhält, einen Wechsel zu wagen. Altern wird in unserer Gesellschaft als etwas negatives gesehen.

Viele befinden sich gerade in dieser Zeit auf dem Höhepunkt ihrer Fähigkeiten. Man hat mit 50 Jahren schließlich schon viele Erfahrungen gesammelt und bei einem Blick auf das Rentenalter auch noch eine längere Zeit als Arbeitnehmer vor sich. Einen Schritt von dem normalen Bewerbungsverfahren weg zu gehen und durch das Schaffen eines Netzwerkes an eine neue Stelle zu kommen, kann dir auch zum Erfolg verhelfen.

 

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Die Klischees und Vorurteile - und wie du sie entkräftest

Du bist alt genug, um zu wissen, was du kannst, willst und was nicht. Ich habe so was von keine Lust mehr auf Jugendkult oder auf Alten-Bashing - und umgekehrt! Das ist alles im Kern Rassismus, Verunglimpfung aufgrund eines biografischen Merkmales. Es ist daher einer offenen, fairen, demokratischen Gesellschaft unwürdig. Und wird zugleich oft gesagt und gedacht. Was des Pudels Kern ist: hier meine Sicht. Recruiter sind natürlich auch nur Menschen und Menschen arbeiten gerne mit Vereinfachungen, was wiederum schnell zu Vorurteilen und Klischees werden kann. Welche das genau sein können, liste ich dir hier auf.

Ü50 Bewerber haben keine Ahnung von Technik
Die Digitalisierung hat lange vor den sozialen Medien und modernen Smartphones begonnen. Die heutigen 50-Jährigen haben den Beginn und die Grundlagen der modernen Digitalisierung miterlebt. Sie kennen also Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Betriebssysteme und haben nicht selten auch Programmiersprachen gelernt.

Ü50 Bewerber sind nicht mehr innovativ genug
Viele der innovativsten Köpfe hatten ihren Höhepunkt in ihren 50ern. Steve Jobs ist da nur ein Beispiel. Wer ein solches Alter erreicht, weiß, worin er/sie gut ist oder eben nicht. Es wird sich auf die Fähigkeiten und Tätigkeiten konzentriert, die am ehesten beherrscht werden. Erfahrung ist hier das Stichwort.

Ü50 Bewerber verbreiten eher Unzufriedenheit und sind mies gelaunt
Psychologen haben es bereits bewiesen. Die Lebenszufriedenheit verläuft in einer U-Kurve. In den 20ern ist die Zufriedenheit im Durchschnitt auf einem Höhepunkt. Danach kommt es zu einem Abfall mit anschließender erneuter Hochphase, die in den 50ern eintritt. Laut Statistiken ist die Zufriedenheit also in dem Alter wieder recht hoch, schlechte Laune ist damit ein seltenerer Fall als in den Vorjahren.

 

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Die Vorteile gegenüber jüngeren Bewerbern

Du solltest dir deiner Trumpfkarten bewusst sein und wissen, wie sie einzusetzen sind. Mit einem Alter von 50 Jahren hast du schon 20-30 Jahre Berufsleben hinter dir und hast dir somit ein großes Maß an Erfahrung und Wissen angeeignet. Was Erfahrung, also implizites Wissen aus gelebter eigener Realität angeht, sind die Älteren naturgemäß im Vorteil. Das kann man den Jungen wiederum nicht vorwerfen. Das sorgt dafür, dass du dir wahrscheinlich deiner Stärken und Schwächen bewusst bist und durch dein gesammeltes Wissen, auch kürzere Einarbeitungszeit brauchst.

Wer so lange schon im Berufsalltag eingespannt ist, hat natürlich auch dementsprechende Menschenkenntnisse. Deine Sozialkompetenzen können dafür sorgen, dass du empathischer und teamfähiger bist. Und das ist Gold wert. Routinen sind dir sicherlich auch kein Fremdwort. Du kennst aber trotzdem auch die nötigen Abkürzungen, die Arbeitsprozesse deutlich beschleunigen können. Ein weiterer Vorteil, den du deinen jüngeren Bewerbern gegenüber hast. Auch die Fähigkeit Zusammenhänge und komplexe Themen schnell zu verstehen, liegt dir in vielen Fällen sicherlich besser als der neuen Generation. Schließlich wurdest du schon viele Jahre damit konfrontiert. Viele Arbeitgeber sehen ein gewisses Risiko in jüngeren Bewerbern, wenn es um das Thema der Lebensplanung geht. Themen wie Elternzeit oder erkrankte Kinder können den Chefs ein Dorn im Auge sein. Du fällst wahrscheinlich nicht mehr aufgrund solcher Fälle aus. Oft sind die Kinder schon aus dem Haus.

Diversity ist auch hier schlau. Sowohl jung als auch alt wirken im Mix am besten. So etwas lässt sich super konstruktiv als Austausch der Generationen kombinieren. Zum Besten fürs Unternehmen, zur Zufriedenheit der Beteiligten. Sei dir also deiner Stärken bewusst und zögere auch nicht, dieses Selbstbewusstsein deinem Gegenüber klarzumachen.

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So gelingt der Jobwechsel mit 50

Setze dir ein Ziel
Du hast nach längerer Überlegung den Entschluss gefasst, dass ein Jobwechsel das Richtige ist. Dann bereite dich entsprechend darauf vor. Was sind deine Ziele? Wohin möchtest du dich entwickeln? Worauf legst du beim Arbeitgeber besonders viel wert? Welche Veränderung zum jetzigen Job möchtest du sehen? Das sind alles Fragen, die dafür sorgen, dass du bei deinem Job nicht in das gleiche Loch fällst, aus dem du entkommen wolltest.

Bringe deine Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand
Nach mehreren Jahren im selben Job, kann es sein, dass deine Bewerbungsunterlagen nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Es ist wichtig, dass du genau das änderst. Ein neues Bild, neu erlernte Fähigkeiten, Erfolge und Erfahrungen. All das kommt in deine Unterlagen. Damit kannst du glänzen.

Sei selbstbewusst
Rechtfertigungen und Erklärungen solltest du weglassen. Das bringt dich in eine Defensive. Geh in die Offensive. Präsentiere dich nicht als jemand, der nach dem Job bettelt und hofft, eine weitere Chance zu erhalten. Sei selbstbewusst und mach dem Arbeitgeber klar, dass du eine Bereicherung bist. Es soll der Eindruck entstehen, dass das Unternehmen von dir profitieren wird. Und so ist es ja auch!

Betone deine bisherigen großen Erfolge
Mit 50+ hast du schon viel erreicht. Nutze Erfolgsbeispiele, um deinen Wert zu verdeutlichen. Wie sonst soll dein Gegenüber wissen, wie gut du bist und was du bisher erreicht hast? Dadurch werden deine Stärken nachvollziehbar.

Nutze dein Netzwerk
Ein essenzieller Vorteil gegenüber jüngeren Bewerbern ist dein Netzwerk. Du hast sicherlich schon viele Kontakte geknüpft und mit vielen Kunden zusammengearbeitet. Nutze dieses Netzwerk, vielleicht ergibt sich ja eine Stelle, die genau deinen Vorstellungen entspricht.

 

Was solltest du nun tun, um den Job zu wechseln, ohne es hinterher zu bereuen?

Du hast nun 2 Optionen. Die erste ist, dass du diese Seite verlässt und morgen oder übermorgen oder vielleicht nie deinen Jobwechsel richtig angehst. Die zweite Option ist, dass du eine Abkürzung nimmst, indem du dir meinen Online-Kurs DialogBoost sicherst, in welchem ich das Wissen und die Erfahrungen aus dutzenden Workshops aufbereitet habe. Mithilfe des DialogBoosts kannst du unter anderem lernen, deutliche professionellere Emails zu schreiben und mit Plan und Struktur Gespräche zu führen. 

 

 

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ÜBER DEN AUTOR

Autor

Andreas Kabisch

  • ... glaubt, dass der Schlüssel zu einem erfüllten und erfolgreichen Leben die eigene berufliche und persönliche Weiterentwicklung ist. Sowie die Möglichkeit Firmen & Organisationen mitzugestalten.
  • ... Coach, Berater, Changemanager, Gründer und Geschäftsführer der Kabisch & Kabisch GmbH.
  • ... hat einige Jahre in Italien und Argentinien gearbeitet. Aktuell berät Andreas Firmen im deutschsprachigen Raum, in teilweise internationalen Projekten.
  • ... hat Maschinenbau sowie Geistes- und Sozialwissenschaften studiert. Seitdem bildet sich Andreas fortwährend weiter zum Beispiel in Prozess-Management, interaktive Großgruppenarbeit und agile Organisationsformen.

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Andreas Kabisch
Kabisch & Kabisch GmbH